Lifestyle kann bedeuten einen Lebensstil zu goutieren, ohne dem oktroyierten Mainstream zu folgen. Reisen und genießen wie einst, auf den Spuren der 60er, 70er und 80er Jahre Momente erleben mit Freude, ohne ideologischer Indoktrination und damit einhergehend oktroyiertem schlechtem Gewissen. Diese Gefühle wollen wir mit unserem Lifestyle, Reise und Kulinarik Magazin unverändert im Jahr 2026 vermitteln. Aktuelle Phrasen wie "Flugscham, Grün Reisen und Verbote von Verbrenner - Mobilität" werden Sie in unserem Magazin nicht finden aber dafür weiße Tischtücher und Raucherlounges um eine gute Zigarre bei einem Glas Cognac zu genießen. Wenn Sie mit dem Lebensstil der Epikureer des Reisens sympathisieren finden Sie nachstehend Gedanken zur Symbiose von Reisen und Kulinarik.
Wir wünschen viel Freude bei der Lektüre unserer Artikel "Reisen und Speisen" sowie weiterer illustrierter Themenmagazine,
Ihr Michael Alexander Grandits, Chefredakteur MAG Lifestyle & Reisemagazin
In den letzten Jahrzehnten wurden Epikureer des Reisens, das zahlungskräftige und komfortverwöhnte Reisepublikum, von Luxushotels, der gehobenen Gastronomie und Kreuzfahrtindustrie umworben - aber von den meisten „modernen“ Managern der Bahnen ausgeblendet. Ihr Augenmerk liegt zum überwiegenden Teil auf den oben erwähnten Schlagworten welche, wie es sich statistisch erwiesen hat, weder bei komfortverwöhnten Reisenden noch bei low Budget Reisenden wenig Einfluss auf deren Reiseentscheidungen haben. Es gibt Passagiere die bereit sind deutlich mehr für Komfort zu zahlen und diesen nicht in Reisezeitgewinn oder beispielsweise Fahrradmitnahmemöglichkeiten sehen, sondern eindeutig ganz andere Ansprüche haben. Flughäfen sowie Hotels umwerben jenes anspruchsvolle Segment an Reisenden und bieten dementsprechende Leistungen an.
Es scheint lange her, dass begeisterte Kinderaugen der am Waggonfenster vorbeiziehenden Landschaft folgten, ein Halt im Bahnhof oder ein Blick auf eine wunderschöne Landschaft für Begeisterung sorgten. Wie lautet der Text eines Schlagers? Ich lehn mich sehr weit zum Fenster raus mit halb geschlossenem Blick und ich spüre so was wie Glück! Den Fahrtwind der Freiheit spüren und der Musik der Schienenstöße zu lauschen statt nur auf ein elektronisches Gerät zu starren. Statt virtueller Simulation die physische Gegenwart aufzusaugen, wenn der Zug mit regelmäßigem Ding-Dong sowie mit einem Glockenschlag, die Reisefreude akustisch untermalt.
Es gibt komfortverwöhnte Gäste, die bereit sind, bei Hotels und Gastronomie Qualität und Komfort zu honorieren und bei der Reise mehr Wert auf „Komfort und Genuss“ legen statt auf „modern und hektisch“. Gäste die aus gesundheitlichen oder stressbefreienden Gründen Flugreisen gerne gegen eine komfortable Bahnreise eintauschen würden, sofern diese mit entsprechenden Zusatzleistungen angeboten wird. Reisende für die es keine Rolle spielt, ob sie ein oder zwei Stunden früher oder später ankommen. Jene Reisenden, welche wie einst, den Zug nach Dienstplan ihres Lieblingskochs im Speisewagen wählten. Dieses Reisepublikum, von allen Sparten der Reisebranche umworben würden Komfort auf der Schiene mit erstklassiger Küche goutieren und gerne honorieren. Connaisseurs des Reisens, denen es egal ist ob der Zug um 07.09 oder 09.07 ankommt, da die meisten Hotels ohnedies zu Spitzenzeiten frühzeitigen check in, auch gegen Aufpreis, erst ab 10.00 oder 13:00 Uhr anbieten können. Fluglinien und Flughafenbetreiber erkennen immer mehr, dass komfortbewusste Gäste den Verzicht auf einst übliche Serviceeinrichtungen auf Flughäfen wie von exklusiven Restaurants vermissen und einen zuvorkommenden und exklusiven Service vom Check-in bis zur Ankunft wünschen. Die komfortablen und zumeist eleganten Bahnhofsrestaurants gehören leider zurzeit ebenso der Vergangenheit an wie das Gepäckservice. Leider erging es Kurswagen und Speisewagen genauso und das Wort Nachhaltigkeit wurde wohl zu dem am meiste , ohne erkennbaren Bezug, verwendeten Modewort.
An erster Stelle sollte aufmerksam nach dem Zweck der Reise unterschieden und dieser beachtet werden. Ein Pendler hat andere Ansprüche als ein "Reisender" und bei jenen muss zwischen low Budget oder komfortbewussten Reisenden differenziert werden. Evident ist, dass Pendler ausschließlich ein Hauptinteresse haben, möglichst schnell und pünktlich vom nächst gelegenen Bahnhof die Arbeitsstelle zu erreichen und vice versa abends heimzukehren.
Differenzierter muss das Produktangebot an Reisende betrachtet werden. Low Budget Reisende legen, wie der Name es verrät, Wert auf günstige Reisepreise und wurden erfolgreich Anfang der 70er Jahre durch die Einführung von Interrail angesprochen. Diese Fahrkarten boten jungen Menschen eine kostengünstige Möglichkeit mit wenig Geld und viel Zeit Europa zu bereisen. Zu dieser Zeit wandelte die Bahn auch, wenngleich wohl auf schmäleren Spuren, auf jenen ihrer größten Erfolge, zu den Zeiten des legendären und alle Komfortansprüche befriedigenden Orientexpresses und der luxuriösen Südbahnhotels. Nehmen wir den Werbespruch „Reisen und Speisen“ welcher ein bestimmtes komfortverwöhntes Publikum ansprach, wie „ausgeschlafen ohne Umsteigen ans Ziel“ wie die einst angebotenen Schlafwagen, Speisewagen und Kurswagen, quer durch Europa.
Beim Bahnverkehr sticht hervor, dass die Manager der Bahnkonzerne ihr Augenmerk mehr auf Schlagworte wie Nachhaltigkeit und Grün als wahre Verbesserungen für das jeweilige Klientel setzen! Die
inflationäre Verwendung des Begriffs „nachhaltig“ in Politik und Werbung führte zu einem Modewort als oberflächlicher Marketingbegriff. Weshalb fand die rollende Landstraße, erstmals im 20.
Jahrhundert angeboten und seit den 60er Jahren perfektioniert ein gleichzeitiges „aus“ mit der Lancierung von „nachhaltig grün“? Weshalb wurde die erfolgreiche Beförderung von Wohnmobilen,
Bootsanhängern und schweren Geländewagen, mit Autoreisezügen bis in die 80er Jahre im Adriareiseverkehr bei den Reisenden beliebt, entgegen den heutzutage propagierten Slogans „nachhaltig grün“
eingestellt?
Schlagworte die oft nur dem von politischen Parteien oktroyierten Mainstream folgen aber ohne Kontext?
In der gehobenen Gastronomie und Hotellerie wurde erkannt, dass viele Reisende ein frisch in der Pfanne zubereitetest Wiener Schnitzerl und danach einen Kaiserschmarrn (nicht aus dem Sackerl der
Fast Food Industrie) entsprechend honorieren würden und die Bahn auf diese Weise auf neuen Wegen aus dem Tunnel herausausfahren könnte.
Frisch zubereitete kleine Speisen und regionale Spezialitäten wie Knödel in tschechischen Speisewagen und Gulaschsuppe sowie Rindergulasch mit Nockerln der ungarischen Speisewagen betreut von
Utasellátó punkten bei den Fahrgästen locker gegenüber mikrowellengerecht verpacktem Einerlei der heutigen Fast-Food-Ketten. Industriell hergestellte Speisen contra Oma’s Küche! Erstere
extrem schnell zubereitet, nicht unbedingt gesund, keine kulinarischer Hochgenüsse aber viel Profit für die Gastroindustrie und Anbieter contra mit Liebe und Zeit zubereiteter, kulinarischer
Hochgenüsse!
Kein Tourismus ohne Transportmittel und daher ist eine Symbiose dieser unumgänglich. Hotels und Kreuzfahrtanbieter erkannten rechtzeitig, dass Singles sich zu einem immer größeren Anteil an anspruchsvollen Reisenden entwickelten. Auch wenn man eine Strecke bei Bedarf an Unabhängigkeit von Fahrplänen bei optimalen Bedingungen in kürzerer Zeit zurücklegen könnte, komfortable statt grün-modernen Bahnreisen würden bei Gästen mit den Wünschen nach stressfreiem Reisen punkten. Betagtere Schlafwagen mit „echten Betten“ statt Schlafkojen und Fenster zum Öffnen mit Abteilen zur Einbettbelegung lassen den Komfort vergangener Zeiten erleben und könnten endlich von den Erstellern der Slogans wahrheitsgemäß als nachhaltig vermarktet werden.
In Speisewaggons bis zu den 80-er Jahren bedeutete Speisen die Mahlzeiten frisch zubereitet serviert zu bekommen statt wie heute mit Fastfood abgespeist zu werden. Wenn ein Zug einen wiederaufgearbeiteten Speisewagen mit frisch zubereiteten Speisen und ausgesuchten Getränken serviert auf weißen Tischtüchern bieten würde, kann wohl kaum jemand widerstehen, der den Weg ans Ziel als Reisekultur betrachtet und diesen genussvoll erleben möchte. Hier könnte das Modewort der Nachhaltigkeit tatsächlich berechtigt verwendet werden da es per Definitionem als nachhaltig gilt, wenn ein Wirtschaftgut instand gesetzt statt weggeworfen wird.
Erkennen wir gerade deshalb die Zeichen der Zeit. Die Epoche des genuss- und stilvollen Reisens mit der Bahn gehört leider der Vergangenheit an. Hektik und fast Food steht für viele Anbieter an erster Stelle und Reiseepikureern wird kaum ein Blick abseits des Handys auf die wunderbare Landschaft, die wie im Film, am Fenster vorbeizieht, gegönnt. Höchste Genüsse, akustisch und optisch und kulinarisch im Speisewagen, was könnte schönere Eindrücke hinterlassen?
Auch dann, wenn es politisch indoktrinierte Zeitgenossen es sich nicht nehmen lassen, frustriert von Nostalgie und Luxus, das inflationär verwendeten Wort „Nachhaltigkeit“ einzuwerfen ohne zu wissen, dass der Begriff ursprünglich aus der Forstwirtschaft stammt und bedeutete, Ressourcen so zu nutzen, dass sie langfristig verfügbar sind und was wird wohl langfristiger genutzt, als Lokomotiven die oft 60 Jahre oder länger ihren Dienst versehen?
Es bietet jedes Verkehrsmittel seine Vorteile entsprechend den individuellen Wünschen des Reisenden. Wenn ein Reisender Wert auf zeitliche Ungebundenheit legt und mit viel oder teurerem Gepäck reist ist das Auto bei Reisen in Europa wohl zurzeit die beste Lösung. Für einen Geschäftsreisenden der an einem Tag zu einer Besprechung tausend Kilometer hin und zurücklegen möchte scheint das Flugzeug die beste Wahl wobei manche Flughäfen mit speziellen Lounges auch komfortbewusste und verwöhnte Reisende ansprechen. Wer das Reisen des Reisens wegen liebt und stressfrei von Stadt zu Stadt sowie über Grenzen hinweg die Reise genießen möchte, bei dem könnte die Bahn mit vielen Annehmlichkeiten punkten, wenn diese wohl nur angeboten werden würden. Fazit ist, es empfiehlt sich wie bei der Lebensmittelindustrie Angebote und Preise genau zu vergleichen. Gleiche Qualität aber Inhalt zum gleichen Preis oder gar gleiche Menge aber Inhalt verminderter Qualität? Die Verantwortung und letztendlich die Steuerung der Geschäftspolitik der Großkonzerne liegt auch beim Verbraucher.
Welches Zielpublikum ist bereit, für welche Leistungen mehr Geld auszugeben? Vereinfacht gefragt, wird gegenwärtig das Klientel das für die Fahrradbeförderung, das gleiche Raumangebot im
Waggon beansprucht stärker umworben als der Gast, der gerne in Wohlfühlathmosphäre frisch zubereite Speisen mit anschließender Möglichkeit einen Cognac mit Zigarre genießen möchte? Die Frage
stellt sich, warum wurden Nachtzugverbindung Paris-Wien ebenso wie die Verbindung Berlin-Paris eingestellt? Würden weitere Komfortangebote komfortverwöhnte Reisende auf die Schiene locken oder
war die Nachfrage ausreichend und andere Interessen blockierten dieses Angebot? Die Außerdienststellung traditioneller Speisewagen, liebevoll von den Gästen nach einer Speise der
Hausmannskost benannt, zeigt wie viele Gäste dieses Service goutierten und konsumierten. Obwohl die Speisewagen immer ausgebucht waren wollten die Bahnmanager dieses erstklassige Service
einstellen und zwingen damit die Gäste auf kulinarische Freuden zu verzichten, oder gar von der Bahn auf das Auto umzusteigen.
Benötigen die Eisenbahngesellschaften in Europa wieder einen Visionär wie einst Georges Nagelmackers, der einst Luxus und Komfort von der Reise bis hin zur angemessenen Unterkunft am Zielort für
sein betuchtes Klientel anbieten wollte?
Wird das Angebot auf Schienen nur vom sprichwörtlichen Sparstift bestimmt umso ihre Einsparungen sowohl beim Personal als auch am Komfort zu rechtfertigen? Der Werbespruch „Schneller ans Ziel mit dreimal umsteigen“ spricht sicher nur einen Teil des möglichen Kundenpotentials an, scheint aber für die Bahngesellschaften der scheinbar einfachste Weg zu sein - durch rigorose Einsparung an bei den Personalkosten. Früher, und für lange Zeit ein Vorteil von Bahnreisen gegenüber Flugreisen wird heute vernachlässigt? Könnten Bahngesellschaften einen lukrativen „Schienen“ Weg finden der vom Pendler über low Budget präferierende Kunden bis hin zu jenen Reisenden, welche die Bahn nur dann als komfortables Reisemittel wählen, wenn das Erreichen des Ziels in Kombination mit dem Erleben von Genuss und Freude geboten werden kann? Die Wahlmöglichkeit zwischen preiswertem oder kultiviertem Reisen sollte offeriert werden, das Klientel gibt es.
und unser Nachrichten Service hat das Ziel optimistisch zu motivieren um das Leben zu geniessen!
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