Der Todesanker oder Todanker, ein spezieller Stockanker mit nur einer Flunke

Historische Seefahrt & Schiffe

Todesanker
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20.01.2026  MAG Lifestyle Magazin - MAG Bootsmagazin

Der Todesanker, eine Variante des Admiralitätsankers

Der Todesanker oder Todanker basiert auf dem Prinzip des klassischen Admiralitätsankers der auch Stockanker genannt wird. Der Admiralitätsanker ist ein Gewichtsanker der sich um seinen Stock am Grund so dreht, dass eine der beiden Flunken am Meeresgrund greift. Er hält das Schiff durch sein Gewicht auf Position. Dieser Ankertyp findet heute von Yachten bis hin zu Großschiffen keine Verwendung mehr ist aber noch immer auf Traditionsschiffen, Ausflugsbooten und Fischerbooten zu finden.

Admiralitätsanker & Todesanker © MAG Bootsmagazin im MAG Lifestyle & Reisemagazin
Admiralitäts- & Todesanker - Fotocredit Pixabay © Fotomanipulation MAG

Der Todesanker

Der Todesanker hat aber nur einen Arm und eine Flunke und muss so zu Wasser gelassen werden, dass diese Flunke am Meeresgrund aufkommt. Hierzu hat dieser Ankertyp an beiden Enden des Schafts Ringe zur Verbindung mit einer Kette. Der Roring dient zur ständigen Verbindung der Kette vom Roring des Todesankers mit der Festmachertonne. Der Schäkel zwischen Schaft und Arm dient nur beim Absenken des Todesankers um mit der Flunke nach unten am Meeresgrund aufzukommen.

Todesanker © MAG Bootsmagazin im MAG Lifestyle & Reisemagazin
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Todesanker Roring © MAG Lifestyle & Reisemagazin
Todesanker Roring © MAG Lifestyle & Reisemagazin
Todesanker Schäkel © MAG Lifestyle & Reisemagazin
Todesanker Schäkel © MAG Lifestyle & Reisemagazin

Der Todesanker ist kein Schiffsanker

Der Todesanker ist kein Anker im klassischen Sinn um ein Wasserfahrzeug an einem Gewässergrund festzumachen. Todesanker dienten zum Beispiel zum Verankern einer Festmachertonne am Meeresgrund. Für eine stabile Position einer Festmachertonne waren mehrere Todesanker erforderlich.
Heute steht der Todesanker als Denkmal vor der Yachtmole für Luxusyachten der Marina von Baška Voda.

Todesanker © MAG Bootsmagazin im MAG Lifestyle & Reisemagazin
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Todesanker, Marina von Baška Voda © MAG Lifestyle & Reisemagazin
Todesanker, Marina von Baška Voda © MAG Lifestyle & Reisemagazin
Todesanker, Marina von Baška Voda © MAG Lifestyle & Reisemagazin
Todesanker, Marina von Baška Voda © MAG Lifestyle & Reisemagazin

Todesanker verankerten eine Festmachertonne am Grund

Eine Festmachertonne wird auch Festmacherboje genannt und auf Kroatisch Bova. Eine Festmachertonne ist eine schwimmende Markierung, eine Boje, welche das Ende der Muringleine oder Kette an der Oberfläche markiert.

Der abgebildete Todesanker und die genietete Festmachertonne von Baška Voda stammen aus Regierungszeit von Kaiser Franz Joseph I.

Schematische Darstellung einer Festmachertonne und Todesanker © MAG Lifestyle Magazin
Festmachertonne & Todesanker © MAG Lifestyle Magazin

Die Festmachertonne vor dem Hafen diente den Dampfschiffen der Küstenlinie in Dalmatien bei Sturm oder böigem Wind für sichere Anlegemanöver. Die Festmachertonne war auch nach Umstellung der Linienschifffahrt auf dieselölbetriebene Schiffe bis in die 70er Jahre in Verwendung. Durch die Öffnung auf der Oberseite der Schwimmboje wurde die Kette geführt an deren Ende ein Roring das ausrauschen der Kette verhinderte. An diesem wurde das Schiff mit eigener Trosse festgemacht. 

Die Festmachertonne wurde der Nachwelt erhalten und hat ihren letzten Standort vor dem Ortsfriedhof von Baška Voda gefunden.

Festmachertonne © MAG Bootsmagazin im MAG Lifestyle & Reisemagazin
Festmachertonne © MAG Bootsmagazin im MAG Lifestyle & Reisemagazin

Festmachertonne © MAG Bootsmagazin im MAG Lifestyle & Reisemagazin
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Festmachertonne © MAG Bootsmagazin im MAG Lifestyle & Reisemagazin
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Baška Voda, Hafen & Marina

Der Bau der Mole von Baška Voda begann 1912 und der Ort wurde zu einem wichtigen Handelshafen zwischen den Inseln und dem Hinterland. Beim Ausbau des Hafens zu einer Marina und dem Bau des Wellenbrechers wurden die Todesanker geborgen und mit der Festmacherboje an Land verbracht um als historisches Erbe erhalten zu werden.

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