
18.04.2026 MAG Eisenbahnmagazin im MAG Lifestyle Magazin
MAG Eisenbahnmagazin - Eisenbahnen am Balkan JŽ -
Eisenbahnen in Kroatien HŽ
Anfang
der 1950er planten die Jugoslavenske Željeznice JŽ als Ersatz für Dampflokomotiven auf Lokalbahnen Dieseltriebwagen zu beschaffen.
Die Wahl fiel auf die Schienenbusse mit mechanischer Kraftübertragung der deutschen Waggonfabrik
Uerdingen welche als "Retter der Nebenbahnen" galten und importierte die ersten 10 Einheiten der Uerdinger Serie VT-95.
Die ersten Triebwagen waren in Rot lackiert und als JDŽ
Dmot 126-000 bis 009 bezeichnet. 6 Einheiten wurden mit 7-fenstrigen Beiwagen mit gleicher Länge wie die Triebwagen und 4 Einheiten mit verkürzten, 5-fenstrigen Beiwagen geliefert. Die
Reihenbezeichnung der Triebwagen wurde 1954 bei den JŽ auf 812-000 bis 009 geändert.
Da die Probefahrten auf inländischen Strecken erfolgreich verliefen entschieden sich die JŽ
die Lizenz zum Bau weiterer Triebwagen zu erwerben.
In den Jahren 1959 bis 1969 wurden die Lizenzbauten bei der
jugoslawischen Waggonfabrik GOŠA in
Smederevska Palanka und bei der Waggonfirma
Đuro Đaković gebaut. Die
Lizenzbauten erfuhren Änderungen gegenüber den Erstlieferung von der Waggonfabrik Uerdingen wie Halbfenster und zusätzlichen untere Trittstufen bei den Wagentüren. Die Lackierung wurde von Rot auf
Silber mit blauen Zierlinien am unteren Wagenkasten geändert. Im Laufe der Zeit wurden Beiwagen zu Steuerwagen umgebaut. Insgesamt waren bei den JŽ
ca. 270 Dieseltriebwagen als Baureihe 812 eingereiht.
Die Beiwagen hatten die Reihenbezeichnung B818.
Bei den von der HŽ übernommenen Dieseltriebwagen der JŽ wurden ab 1993 die UIC-Länderkennung von JŽ "72" auf HŽ "78" geändert und die ehemaligen Triebwagen der JŽ 812 wurden bei den HŽ als Reihe 7221 im Triebwagenpark eingereiht. Die letzten Schienenbusse der HŽ waren in Karlovac und Novska stationiert und 2005 bis 2009 aus dem Betrieb genommen. Ersetzt wurde diese durch die schwedischen Triebwagen der Baureihe HŽ 7122.
Spurweite: Normalspur 1435
mm
Achsanordnung: 1A
Dieselmotor: Büssing U10
Dieselmotorleistung: 110 kW
Kraftübertragung: mechanisch
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Stoßeinrichtungen: Stoßfederbügel
Zugeinrichtungen: Trichterkupplungen
Wagenkasten Länge: 12.750 mm
LüP: 13.298 mm
Führerstände 2
Bei den von der HŽ übernommenen
Beiwagen zum Schienbus Lizenz Uerdinger der JŽ
wurden bis 1993 mit der JŽ Reihenbezeichnung und UIC Nummer "72" geführt.
Das Foto zeigt den B 818 235 am 06.07.1992 in Pula. Die Computernummer 94 72 8 818 235-7 ist ebenfalls noch unverändert nach altem Schema angeschrieben. Das JŽ Emblem oberhalb der Reihennummer war überklebt und das HŽ Emblem noch nicht angebracht.
Original Papierfotos digitalisiert, Fotograf Michael Alexander Grandits
Für alle Fotos auf dieser Seite mit © MAG gilt
© MAG Eisenbahnmagazin im MAG Lifestyle Magazin, Fotograf Michael Alexander Grandits
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