Imotski, Blauer & Roter See, Burg Topana,  Weingüter, Cafebars, Restaurants & Geistergeschichten

Imotski, Blauer & Roter See, Burg Festung Topana,  Weingüter, Cafebars, Restaurants & Geistergeschichten
© MAG Lifestyle Magazin

13.07.2022   MAG Lifestyle Magazin exclusiv,  Kroatien - Dalmatien special von Michael A. Grandits

Imotski Polje

Imotski befindet sich am Rande des fruchtbaren Karstbeckens Imotsko Polje direkt hinter dem Bergmassiv Biokovo und nur sieben Kilometer von der Grenze zu Bosnien und Herzegowina entfernt. Die Kleinstadt gehört zur Gespanschaft Split-Dalmatien und ist durch den Tunnel Sveti Ilija durch das Biokovo Gebirge nur 30 km von der Adria entfernt. Das Tal von Imotski wird vom Karstfluss Vrljika durchflossen der von mehreren unterirdische Quellen, die bei Glavina Donja entspringen gespeist wird. Den Fluss Vrljika kann man mit gemieteten Kajaks erkunden. Restaurants, Konobas und Tavernen laden ein, die kulinarischen Spezialitäten von Imotski zu geniesssen. Die Weingüter welche den ortstypischen Weisswein Kujundžuša von der einheimischen autochthonen Sorten auf circa 100 km² keltern sowie der blaue und der rote See sind einen Besuch wert.

Imotski, blauer & roter See, die Burg Festung Topana und Wein
© MAG Lifestyle Magazin

Imotski, eine Kleinstadt in Kroatien, Dalmatien
© MAG Lifestyle Magazin
Imotski, Fluss Vrljika
© MAG Lifestyle Magazin

Die Altstadt von Imotski

Die Kirche in der Altstadt ist dem heiligen Franziskus von Assisi geweiht. Durch teilweise enge Gassen mit Steinhäusern und einem Haus mit Jugendstilfassade gelangt man zum Hautptplatz.

 

An der Strasse die zum Hauptplatz mit dem von Kruno Bošnjak geschaffenen Denkmal des kroatischen Schriftstellers Tin Ujević führt reihen sich schattige Cafe Bars aneinander.

Der Hauptplatz gleicht einem grossen Kaffeehaus bestehend aus vielen kleinen Cafebars. Eine von den Venezianern angelegte Treppe mit fast 100 Stufen führt bergauf in Richtung der Topana Festung mit Ausblick auf den blauen See.

Imotski, Kirche des Heiligen Franziskus von Assisi
© MAG Lifestyle Magazin

Imotski, die Altstadt
© MAG Lifestyle Magazin
Imotski, Cafes, Restaurants & Konobas
© MAG Lifestyle Magazin

Imotski, der Hauptplatz, Cafebars, Restaurants & Konobas
© MAG Lifestyle Magazin
Imotski, der Hauptplatz, Cafe Bars, Restaurants & Konobas
© MAG Lifestyle Magazin

Imotski, der Hauptplatz mit dem Denkmal für den kroatischen Schriftsteller Tin Ujević
© MAG Lifestyle Magazin
Imotski, der Hauptplatz mit dem Denkmal für den kroatischen Schriftsteller Tin Ujević
© MAG Lifestyle Magazin

Der Blaue See, Modro Jezero

und die Festung Topana

Der Blaue See ist Entstehungsgeschichtlich ebenso eine Einsturzdoline wie der Rote See und ist circa 800 m lang und 400 m breit. Die Größe und Wassertiefe variiert  je nach Jahreszeit. Im Frühjahr ist er fast 100 m tief während er im Herbst durch die Hitze des Sommers von Zeit zu Zeit austrocknet.

In der heissen Jahreszeit bietet der See bei ausreichend Wasser an einem Strand eine beliebte Bademöglichkeit. Sollte er ausgetrocknet sein wird der Grund des Sees zum Fussballplatz.

Imotski, der Blaue See, Modro Jezero
© MAG Lifestyle Magazin

Ruine der Festung Topana

Einige 100 Meter über dem Blauen See am am oberen Rand des Seeufers liegt die ehemalige Festung Topana. Im 10. Jahrhundert wurde die Festung oberhalb von Imotski erbaut welche bis etwa 1816 noch bewohnt war.

1717 fiel Imotski nach dem venezianisch-österreichischen Krieg gegen die Türken an Venedig. Nach dem Ende der Republik Venedig infolge der Besetzung Venedigs durch die Truppen Napoléon Bonapartes wurden die venezianischen Besitzungen an der Ostküste der Adria ebenso wie der größte Teil des übrigen venezianischen Territoriums durch den Vertrag von Campo Formio 1797 an Österreich angegliedert.

Imotski, Burg - Ruine der Festung Topana
© MAG Lifestyle Magazin

Aus den venezianischen Besitzungen in Dalmatien und an der Bucht von Kotor

entstand das

österreichische Kronland Dalmatien der

k.u.k. Habsburgermonarchie

Nachdem die k.u.k. Habsburgermonarchie die Region von den Venezianern übernommen hatte verlor die Festung Topana ihre Bedeutung. Danach wurden die Festung  von den Bewohnern von Imotski als Steinbruch benutzt.

Am Eingang der ehemaligen Festung erwartet den Besucher die 1718 nach dem Abzug der Türken erbaute Kirche der Heiligen Madonna von den Engeln.

Heute kann man die Ruinen der Festungsanlage besichtigen und in den Sommermonaten finden in den historischen Mauern Veranstaltungen und kulturelle Feste statt. Dem Besucher der Festung bietet sich ein schöner Ausblick auf den tiefer liegenden Blauen See.

Imotski, Burg - Ruine der Festung Topana mit der Kirche der Heiligen Madonna von den Engeln
© MAG Lifestyle Magazin

Imotski, Burg - Ruine der Festung Topana
© MAG Lifestyle Magazin
Imotski, Burg - Ruine der Festung Topana mit der Kirche der Heiligen Madonna von den Engeln
© MAG Lifestyle Magazin

Imotski, Burg - Ruine der Festung Topana
© MAG Lifestyle Magazin
Imotski, der Blaue See, Modro Jezero
© MAG Lifestyle Magazin

Der Rote See, Crveno Jezero

Der Rote See befindet sich ungefähr 1,5 km westlich von Imotski und ist eine der größten wassergefüllten Einsturzdolinen der Welt. Eine Doline ist eine Sinkhöhle oder ein Karsttrichter und geben Karstgebieten ihr charakteristisches Aussehen. Der Rote See ist Europas tiefster Abgrund dessen Tiefe noch nicht sicher festgestellt werden konte.  Das Alter des Roten Sees wird auf circa zwei Millionen Jahre geschätzt. Den Namen verdankt der See der rötlichen Farbe der Felswand.

Imotski, der Rote See, Crveno Jezero
© MAG Lifestyle Magazin

Mythen und Legenden über den Roten See

Um den Roten See ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden von guten und bösen Geistern sowie um Gavan, einem sehr gierigen und grausamen Mann. Der kroatische Priester und Ethnograph Silvestar Kutleša (1876 – 1943), Professor am Franziskanergymnasium in Sinj, hat die Erzählungen aufgeschrieben und für die Nachwelt bewahrt.

Es war einmal der reiche Gavan, der große und schöne Paläste am Rande des Roten Sees besaß. Alles gehörte ihm, Imotsko polje und die ganze Umgebung. Er war grausam und gnadenlos besonders gegen die Armen.Die Einheimischen sagten, er habe das Gesicht eines Mannes, aber die Seele des Teufels. Seine Frau Gavanuša war noch schlimmer, böser und gieriger und ihre Kinder unterschieden sich nicht von Gavan und Gavanuša.

Bei einem ausschweifenden Fest das Gavan für seine Freunde gab erschien ein Engel in Gestalt eines zerlumpten armen Mannes und bat im Namen Gottes um einen Krümel Brot für sich und die hungrigen Kinder, die bei ihm waren. Als Gavan den armen Mann sah, wurde er sehr wütend, dass er ihn während seines Festes belästigte. Gavans Söhne und Töchter rannten sofort los, um die Hunde loszulassen, um den armen armen Mann und seine Kinder zu vertreiben. Gavanuša hatte im letzten Moment widersprochen, nicht aus Mitleid, sondern weil sie schwanger war und Angst hatte, dass ihr so viel Böses schaden würde. Sie stand vom Tisch auf, nahm ein Stück Brot und schob es mit ihrem linken Fuß vor den armen Mann und sagte ihm wütend: "Nimm es, du Hungernder, und danke uns für unsere Großzügigkeit."

Mythen und Legenden über den Roten See in Imotski
© Pixabay - Fotograf Hajduk Split

Der Engel nahm ein Stück Brot, küsste es und verteilte es unter den Kindern. Dann bat er Gavanuša: "Geben Sie mir um Gottes willen, einen Tropfen Wasser, um meinen Durst und den der Kinder zu löschen. 

Anstelle von Gnade schwang Gavanuš ihren Fuß, um den armen Mann zu schlagen, und sagte "Was brauch ich Gott wenn Gavan für mich da ist"? Der Engel wurde wütend über solch herzloses Verhalten, warf seine zerlumpten Kleider ab, nahm das feurige Schwert Gottes zu einem gerechten Urteil in seine rechte Hand und verfluchte Gavan, Gavanusha, ihre Kinder, Gäste und den ganzen Hof von Gavan. In diesem Moment grollte Donner, Blitze schlugen ein, die Erde bebte und öffnete sich und der Palast, Gavan, Gavanuša, ihre Kinder und alle Gäste versanken an der Stelle, an der heute der Rote See zu bewundern ist.

Wanderungen entlang der Perlen von Imotski

Zahlreiche Wanderwege erschliessen die Gegend um Imotski Aktiv-Touristen und bieten Natur pur und herrliche Ausblicke auf den Blauen und Roten See, die Festung Topana und das  Karstbecken Imotsko Polje sowie das Biokovo Gebirge mit seinem höchsten Gipfel auf 1762 Meter, dem Sveti Jure.

Nach einer Wanderung um den Blauen See lädt der romantische Gastgarten Simitrija die Wanderer zu Erfrischungen, Eis und Snacks.

Wanderungen entlang der Perlen von Imotski, von der Festung Topana über den blauen und roten See
© MAG Lifestyle Magazin

Wanderungen entlang der Perlen von Imotski, von der Festung Topana über den blauen und roten See
© MAG Lifestyle Magazin
Imotski, Blauer See und Gastgarten des Caffe Bistro Simitrija
© MAG Lifestyle Magazin

Imotski, Blauer See und Gastgarten des Caffe Bistro Simitrija
© MAG Lifestyle Magazin
Imotski, Blauer See und Gastgarten des Caffe Bistro Simitrija
© MAG Lifestyle Magazin

Imotski, die Stadt der Sterne

Warum wurde Imotski auch Stadt der Sterne genannt? In den 1960er und 1970er Jahren zog es viele Männer nach Deutschland um als Gastarbeiter Geld zu verdienen. Nach der Rückkehr galt ein Mercedes als Statussymbol und als Zeichen der geleisteten Arbeit. Noch heute ist Imotski eng mit der Geschichte dieser Automarke verbunden. Viele Fahrzeuge werden liebevoll gepflegt und sind in der Stadt zu sehen. Im Feuerwehr Depot findet sich ein altes Mercedes Feuerwehrauto und bei Anlässen wie dem City Day sind auch ältere Mercedes des Oldtimer Clubs Imotski zu bewundern.

Imotski, die Stadt der Sterne, der Mercedes Sterne
© MAG Lifestyle Magazin

Hotels & Restaurants in Imotski

Imotski kulinarisch

Wenn viele vom Urlaub in Kroatien sprechen denken sie zumeist an klassische Speisen frisch vom Grill wie Cevapcici oder Rasnici, die Fleischspiesschen, bis hin an die mediterranen Köstlichkeiten. Daß Kroatien kulinarisch für Feinschmecker viel mehr Spezialitäten zu bieten hat findet leider nur selten Erwähnung.

TIPPS & Links

Imotski kulinarisch, Hotels & Restaurants in Imotski
© MAG Lifestyle Magazin